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Semesterzahl: 3

Fächerkombination: Geschichte / Politikwissenschaften

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Studienort: Kassel

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1

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 11:22

Studenten! (ist ein bisschen länger)

1. Semester

05:30 Der Quarz-Uhr-Timer mit Digitalanzeige gibt ein zaghaftes "Piep- Piep" von sich. Bevor sich dieses zu energischem Gezwitscher entwickelt, sofort ausgemacht, aus dem Bett gehüpft. Fünf Kilometer Jogging um den Stausee, mit einem Besoffenen zusammengestossen, anschliessend eiskalt geduscht.

06:00 Beim Frühstück Wirtschaftsteil der Vortagszeitung repetiert und Keynes interpretiert. Danach kritischer Blick in den Spiegel, Outfit genehmigt.

07:00 Zur FH gehetzt. A206 erreicht. Pech gehabt: erste Reihe schon besetzt. Niederschmetternd. Beschlossen, morgen doch noch eher aufzustehen.

07:30 Vorlesung, Mathe Max. Keine Disziplin! Einige Kommilitonen lesen Sportteil der Zeitung oder gehen zum Bäcker frühstücken. Alles mitgeschrieben. Füller leer, aber über die Witzchen des Dozenten mitgelacht.

08:00 Vorlesung, Systemtheorie. Verdammt! Extra neongrünen Pulli angezogen und trotz eifrigem Fingerschnippens nicht drangekommen.

10:45 Nächste Vorlesung. Nachbar verlässt mit Bemerkung "Sinnlose Veranstaltung" den Raum. Habe mich für ihn beim Prof entschuldigt.

12:00 Mensa Essen. Nur unter grössten Schwierigkeiten weitergearbeitet, da in der Mensa zu laut.

12:45 In Fachschaft gewesen. Mathe Script immer noch nicht fertig. Wollte mich beim Vorgesetzten beschweren. Keinen Termin bekommen. Daran geht die Welt zugrunde.

13:00 Fünf Leute aus meiner 0-Gruppe getroffen. Gleich fuer drei AG's zur Klausurvorbereitung verabredet.

13:30 Dreiviertelstunde im Copyshop gewesen und die Klausuren der letzten 10 Jahre mit Lösungen kopiert. Dann Tutorium: ältere Semester haben keine Ahnung.

15:30 In der Bibliothek mit den anderen gewesen. Durfte aber statt der dringend benötigen 18 Bücher nur vier mitnehmen.

16:00 Proseminar. War gut vorbereitet. Hinterher den Assi über seine Irrtümer aufgeklärt.

18:30 Anhand einschlägiger Quellen die Promotionsbedingungen eingesehen und erste Kontakte geknüpft.

19:45 Abendessen. Verabredung im "Blauen Haus" abgesagt. Dafür Vorlesungen der letzten paar Tage nachgearbeitet.

23:00 Videoaufzeichnung von "WiSo" angesehen und im Bett noch das "Kapital" gelesen. Festgestellt, 18-Stunden-Tag zu kurz. Werde demnächst die Nacht hinzunehmen.


13. Semester

10.30 Aufgewacht!! Ach, Kopfschmerzen, Übelkeit, zu deutsch: KATER!

10.45 Der linke grosse Zeh wird Freiwilliger bei der Zimmertemperaturueberpruefung. (Arrgh!) Zeh zurueck. Rechts Wand, links kalt; Mist, bin gefangen.

11.00 Kampf mit dem inneren Schweinehund: Aufstehen oder nicht - das ist hier die Frage.

11.30 Schweinehund schwer angeschlagen, wende Verzögerungstaktik an und schalte Fernseher ein (inzwischen auch schon verkabelt).

12.05 Mittagsmagazin beginnt. Originalton Moderator: "Guten Tag liebe Zuschauer - Guten MORGEN liebe Studenten." Auf die Provokation hereingefallen und aufgestanden.

13.30 In der Cafetaria der Mensa am Aasee beim Skat mein Mittagessen verspielt.

14.30 In Rick's Cafe hereingeschaut. Geld gepumpt und 'ne Kleinigkeit gegessen: Bier schmeckt wieder! Kurze Diskussion mit ein paar Leuten über die neuste Entwicklung des Dollar-Kurses.

15.45 Kurz in der Bibliothek gewesen. Nix wie raus, total von Erstsemestern überfüllt.

16.00 Fünf Minuten im Seminar gewesen. Nichts los! Keine Zeitung, keine Flugblätter - nichts wie weg.

17.00 Stammkneipe hat immer noch nicht geöffnet.

18.15 Wichtiger Termin zuhause: BINGO !!

18:20 Mist! Kein BINGO!! Stattdessen Live-Übertragung von Stöhn- Seles. SAT 1 war auch schon besser...

19.10 Komme zu spät zum Date mit der blonden Erstsemesterin im Havanna. Immer dieser Stress!

O1.00 Die Kneipen schliessen auch schon immer früher... Umzug ins Jovel.

04.20 Tagespensum erfüllt. Das Bett lockt.

05.35 Am Stausee von Erstsemester über'n Haufen gerannt worden. Hat mich gemein beschimpft.

06.45 Bude mühevoll erreicht. Insgesamt 30 Euro ausgegeben. Mehr hatte die Kleine nicht dabei.

06.05 Schlucke schnell noch ein paar Alkas und schalte kurz das Radio ein. Stimme des Sprechers: "Guten Morgen liebe Zuhoerer, gute NACHT liebe Studenten."
Historiker sind Anwälte, die erst plädieren, wenn ihr Klient schon gestorben ist.

Harold Macmillan (1894-1986), brit. Politiker u. Verleger

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 13:21

Ein kleines Fünkchen Wahrheit steckt da schon drin... :D
Ich mache zwar recht viel und arbeite auch schon... aber 7 Uhr morgens??? Das ist keine Zeit.
Ich kenne keine Vorlesung, die um 8 Uhr anfängt... die Frühesten so um 10. Gott sei Dank! :D
Und überhaupt von wegen faule Studenten: WARUM soll ich denn um acht Uhr aufstehen? Es gibt Studien, dass manche eben von Geburt an Spätaufsteher sind. Es ist also keine Faulheit, sondern biologisch bedingt...
De profundis clamo ad te domine, misere mihi.

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3

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19:21

Ich will das mal gelten lassen, immerhin hast du das erste Semester ja geschafft, danach ist es sicherlich mehr als legitim, nach 7 aufzustehen :D

Aber es gibt doch tatsächlich die Hochschule in Paderbon, wo ich aus sicherer, quengelder Quelle erfahren habe, dass die so dreist sind, ihren Studierenden Vorlesungen tatsächlich ab 7:30 zuzumuten. Grausam!
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Harold Macmillan (1894-1986), brit. Politiker u. Verleger

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19:29

Waaas?
Auch bei Geschichte? :D
Oder nur bei BWL?
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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19:34

Ich musss die gute mal fragen, die hat so oft gewechselt, dass ich ein wenig den Überblick verloren hab. Bei StudiVZ stand zumidnest neulich noch "Geschichte"
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Frederica

unregistriert

6

Donnerstag, 22. Oktober 2009, 20:07

Mein Vater erzählte aus seiner langen Studizeit folgendes:
Er & andere haben laaaagne studiert (war wohl bei vielen so üblich) & eine VL mehrfach gehört.
Der Prof sagte jedes Jahr wörtlich dasselbe.
Also bringt einer sein Diktaphon mit und schreibt die VL wörtlich ab, sie leihen sich 5000 MD zusammen, drucken und verticken das Skript, es läuft super, sie sehen sich angeblich schon im Ferrari durch die Welt fahren.
DANN sagt ein Skriptinhaber zum Prof in der VL:" Herr XY, letztes Jahr haben Sie an dieser Stelle "aber" statt "und" gesagt!

Aus der Traum, die Skripte werden entdeckt und verboten, die drei Unternehmer haben erst mal Schulden!

Ist angeblich wirklich so passiert, aber ich bürge für nichts.

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